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Transformation Zufluchtskirche

1.Preis Realisierungswettbewerb 2017

1.Preis Realisierungswettbewerb 2017

Die Zufluchtskirche im Falkenhagener Feld wurde 1965 von dem Architekten Bodo Fleischer gebaut. Die Räume des Gemeindebereichs gruppieren sich um einen Innenhof und bilden einen introvertierten Charakter. Der Kirchenraum ist durch die expressionistische Betonkonstruktion bestimmt und stellt eine wichtige städtebauliche Landmarke dar.

In einem umfangreichen Entscheidungsprozess haben die Gemeinden des Falkenhagener Felds beschlossen, auf Grund der sinkenden Zahlen an Kirchenmitglieder die Zufluchtskirche als Kirchenstandort aufzugeben und in die benachbarte Jeremiakirche umzuziehen. In Kooperation mit dem Bezirk wurde das Konzept entwickelt, den Kirchenstandort als Quartierszentrum am Westerwaldplatz zu nutzen und den Kirchenraum zu einer Kita umzubauen. Die Räume des Quartierszentrums werden im ehemaligen Gemeindebereich untergebracht. Der Gemeindesaal wird als multifunktionaler Veranstaltungsraum das neue Herz des Stadtteilzentrums. Das zentrale gestalterische Element ist die Neuorientierung des Veranstaltungssaals auf den Westerwaldplatz. Dazu werden geschosshohe Glaselemente in der Fassade vorgesehen um eine Öffnung zum Platz zu schaffen. Durch eine großzügige Terrasse mit Sitztreppe erfährt der Mehrzwecksaal eine Erweiterung in den Außenraum. Mit diesem Schaufenster wandelt sich der vormals introvertierte Gemeindesaal in einen offenen und transparenten öffentlichen Raum.

Um die Kita in den Kirchenraum zu integrieren, gilt es, den Kirchenraum zu transformieren. Dabei muss einerseits die Maßstäblichkeit des Raums an die Kinder angepasst werden, andererseits der ursprüngliche Raum in seinem Volumen nachvollziehbar und erlebbar bleiben. Das Raumkonzept sieht vor, eine ringförmige Zwischenebene einzuziehen, die sich wie ein Formstück in die Geometrie des Raumes einfügt. Der Zuschnitt der Ebene orientiert sich an der bestehenden Geometrie des Kirchenraums, ist streng an der Symmetrieachse des Raums ausgerichtet.
Team Ralf Fleckenstein, Mathias Hanzlik, Katharina Preiss