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Entwicklungskonzept Bahnhof Wittstock/Dosse

Machbarkeitsstudie 2013 - 2014

Machbarkeitsstudie 2013 - 2014

Der Bahnhof in Wittstock/Dosse liegt zentrumsnah und unmittelbar an der ehemaligen Wallanlage. Der Bahnhof stellt einen wichtigen Verkehrsknoten- und Umsteigepunkt dar. Die Bahnhofsgebäude in Wittstock/Dosse mit den zwei Empfangsgebäuden, dem Güterboden sowie dem Bahnbetriebswerk auf der gegenüber liegenden Seite der Gleise stehen seit Jahren leer. Darüber hinaus zeigen der Bahnhofsvorplatz und das unmittelbare Umfeld des Bahnhofs erhebliche gestalterische und funktionale Mängel auf.

Die Stadt Wittstock/Dosse beabsichtigt eine Wiedernutzung und Reaktivierung der Bahnhofsgebäude sowie eine Aufwertung des gesamten Umfeldes. Hierfür hat die städtische Wohnungsgesellschaft GWV das Neue Empfangsgebäude ersteigert. Seit Ende 2013 befinden sich auch das Alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen im Eigentum der Stadt Wittstock/Dosse. Die durch die satdt beauftragte Machbarkeitsstudie hatte zum Ziel, die Möglichkeiten zur Nachnutzung der Gebäude und Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes auszuloten und Vorschläge für die Transformation des Gebäudeensmbles zu erarbeiten.

Die erste Arbeitsphase beinhaltete eine intensive Betrachtung sowohl des Standorts des Bahnhofs und seiner Rahmnebedingungen als auch eine umfassaende Analyse des Gebäudebstands. Auf der Grundlage bestehender Untersuchungen (u.a. INSEK) wurden Bedarfe und Nutzungsinteressen verschiedener städtischer Akteure - kommunaler wie privater - zusammen getragen und ausgewertet. Im Rahmen eines öffentlichen Workshops wurden Nutzungsideen und Wünsche der Wittstocker BürgerInnen abgefragt.

In der zweiten Arbeitsphase wurden auf der Grundlage dieser Analysen konkrete Entwurfsvarianten für die Umnutzung der Gebäude erarbeitet und mit potentiellen Nutzern abgestimmt. Parallel dazu wurden verschiedenen Entwurfsvarianten zur Gestaltung des Bahnhofsumfeldes und der Optimierung der Verkehrsabläufe entwickelt. Der dritte Aufgabenbereich umfasst die Formulierung erster Ideen für die Umnutzung und Entwicklung des ehemalgen Bahnbetriebswerks auf dem Südgelände des Banhofsareals.

Im Rahmen eines ‚Tag der offenen Tür‘ wurden die Wittstocker BürgerInnen über die Ergebnisse der Studie mit einer breiten Öffentlichkeit diskutiert. Der partizipatorische Planungsansatz wurde durch zwei Workshops mit Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Demokratiewerkstatt ergänzt.
Team Ralf Fleckenstein, Matthias Hanzlik
Kooperation / Mitverfasser Olaf Gersmeier PFE, Berlin
Freiraumplanung Treibhaus Hamburg / Gerko Schröder
Beratung Tragwerk IBS, Dallwitz-Hoppegarten
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