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Gemeindezentrum der St. Marien-Gemeinde Bernau

Realisierungswettbewerb 2017

Realisierungswettbewerb 2017

Die Liegenschaft der St. Marien-Gemeinde in Bernau ist durch die denkmalgeschützten Pfarrhäuser am Kirchplatz charakterisiert. Das Baufeld für das Gemeindezentrum ist eng begrenzt und definiert den Baukörper in seinen Umrissen. Das Konzept sieht vor, den Neubau als ein Formstück zu begreifen, das die unterschiedlichen Bestandsgebäude miteinander verbindet. Der zentrale Gemeindesaal entwickelt sich in Längsrichtung des Baufeldes und bildet durch eine Auffaltung des Daches eine signifikante Schnittfigur aus. Das Dach wird am First durch ein Oberlicht abgeschlossen, so dass sich eine sakrale Raumwirkung entfaltet. Der Baukörper fügt sich so in das denkmalgeschützte Ensemble der Pfarrhäuser ein und entwickelt aber über die Auffaltung des Daches in der Tiefe des Grundstücks eine eigenständige Identität. Der Gemeindesaal ist durch transparente Raumbegrenzungen zum Pfarrgarten und zum Erschließungsgang bestimmt: beide Fassaden können aufgeschoben werden und ermöglichen räumlich und atmosphärisch völlig unterschiedliche Raumkonstellationen. Mit den transparenten und veränderbaren Fassaden lassen sich fließende Übergänge zu den Freibereichen herstellen - zwischen Innenhof, Gemeindesaal und Pfarrgarten wird ein Raumkontinuum geschaffen.
Team Ralf Fleckenstein, Matthias Hanzlik, Katharina Preiss
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