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Ateliers und Werkstätten der Kunst

Wettbewerb Erweiterung der Burg Giebichenstein Halle 2021

Wettbewerb Erweiterung der Burg Giebichenstein Halle 2021

Das Spektrum künstlerischer und theoretischer Lehre an der Burg Giebichenstein soll durch einen Erweiterungsbau bereichert werden. Die Burg hat hierbei zur Suche nach einer Hochschularchitektur aufgerufen, die hinaus über formalästhetische Fragestellungen eine Positionierung zur sozialräumlichen Dimension von Lehre und Wissensaustausch wagt: „Was müssen diese Orte und Räume heute und in Zukunft können?“

Wir sind der Ansicht, dass eine zeitgenössische Hochschule Serendipitäten dezidiert zulassen und das Prinzip des offenen Ausgangs möglich machen muss. Gerade im Bereich der künstlerischen Lehre treffen tradierte Inhalte auf mitgebrachte Interessen und Inhalte der Studierenden. Neben dem Erlangen von technischen und manuellen Fähigkeiten steht die Emergenz einer künstlerischen Persönlichkeit aus der Gesellschaft im Zentrum der Ausbildung. Während Ersteres noch relativ klaren Mustern folgen kann, muss gerade im Bereich des künstlerischen Erkenntnisgewinns eine Offenheit bestehen bleiben.

Eine kommunikative Teppichstruktur bildet die räumliche Basis des Entwurfes. Durch die flächige und ebenerdige Ausbreitung bildet die Struktur diverse Anknüpfungspunkte zum umliegenden Kontext. Sie ist so als Inversion der Burg Giebichenstein zu verstehen, die sich vor allem durch ihren hermetischen und introvertierten Typ auszeichnet. An markanten städtebaulichen Situationen wird das Volumen durch ein zweites Geschoss erhöht, um zum Beispiel den Übergang zur Burg zu akzentuieren.

Auf erdgeschossiger Ebene werden Ateliers, Werkstätten sowie Freiräume zu einem weichen und elastischen Gewebe verbunden. Hier werden die Kern-Ateliers eingelegt, in der konzentriertes und auf eine Disziplin fokussiertes Arbeiten möglich ist. Um die Ateliers legt sich ein informelles Netz aus Zwischenräumen und Freiraum-Ateliers, zu denen sich die Ateliers individuell öffnen lassen. Die Arbeit und die Inhalte aus ihnen kann sich so ausbreiten und untereinander verweben. Wir schlagen eine bewusst ungerichtete und polyzentrische Raumfigur vor, die durch Handlung statt durch Repräsentation intensiviert wird.

Offen bleibt, wer mit wem und wann in Verbindung treten kann – Räumliche Verknüpfungen bilden sich interdisziplinär durch Relationen von Handelnden. Über einen längeren Zeitraum lassen wir zu, dass Studierende auf dem Weg ihres Studiums Inhalte finden können, die sie zu Beginn nicht im Blick hatten. Das Studium wird zur eigensinnigen Suche: Fokalpunkte werden verschieblich, Entwicklungen selbst-definierbar und Lehre diskontinuierlich.
Team Ralf Fleckenstein, Malte Bösche, Marko Hüsch
Freiraumplanung SCHÖNHERR Landschaftsarchitekten
Mareike Schönherr, Lucas Rauch
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