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KINDL-Hallen

Werkstattverfahren KINDL Konglomerat 2021 | 1. Preis

Werkstattverfahren KINDL Konglomerat 2021 | 1. Preis

Im Rahmen des städtebaulichen Werkstattverfahrens gilt es die mögliche Überbaubarkeit der ehemaligen VOLLGUT-Lagerhallen auszuloten. Dabei soll einerseits die behutsame Vervollständigung des KINDL-Konglomerats betrachtet, andererseits die komplexen baukonstruktiven Gegebenheiten berücksichtigt werden. Die Entwicklung eines differenzierten Nutzungsprogramms sollte - durch eine Angebotsvielfalt für den Kiez - das Potential bieten, die sozialräumliche Einbindung in das Umfeld des KINDL-Areals zu ermöglichen.

Grundlage der städtebaulichen Konzeption ist der Erhalt der Bestandskonstruktion der zurzeit als Kartbahn genutzten VOLLGUT-Lagerhalle. Neben den ökologischen Aspekten sehen wir in der Transformation der bestehenden Industriearchitektur die Chance, die Identität des Ortes zu erhalten und weiter zu schreiben. Wir erkennen die Halle als robustes Raumgerüst an und ergänzen es mit einem im besten Sinne verstandenen Pragmatismus. Wir sind überzeugt, dass den Dimensionen und der Rigidität des Tragwerks eine Offenheit innewohnt, in der sich eine Vielzahl von Nutzungen entfalten können und den Raum weiter diversifizieren.

Dabei erscheint es uns unverzichtbar, Verbindungen in den erweiterten städtischen Kontext Neuköllns herzustellen und Möglichkeitsräume mit Aneignungspotential zu schaffen, damit sich das KINDL-Areal mit seinen Nutzungen in diesem komplexen Kontext verwebt. Die Poesie des Projektes liegt in den Erzählungen vergangener wie zukünftiger Ereignisse, die sich auf das Vorgefundene sowie auf das Neue projizieren lassen.
Projektteam Ralf Fleckenstein, Marko Hüsch, Verena Wevers
Kooperation Freiraumplanung häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbh
Jens Betcke, David Stimberg

Tragwerk 2b Planungsgesellschaft mbH Marko Ludwig
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