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Neue Mitte Tempelhof

Machbarkeitsstudie, mit Andreas Schwarz 2016-2019

Machbarkeitsstudie, mit Andreas Schwarz 2016-2019

Das Vorhaben ‚Neue Mitte Tempelhof‘ am Rathaus Tempelhof stellt einen zentralen Entwicklungsbaustein im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dar. Auf dem zu bearbeitenden Areal am Tempelhofer Damm – definiert durch Götzstraße, Albrechtstraße und Felixstraße - mit einer Größe von rd. 25 ha, sind verschiedene Infrastruktureinrichtungen aus den 1960er Jahre (Bibliothek, Stadtbad, Polizei) situiert, die über einen hohen Sanierungsstau verfügen. Die flächenintensiven, solitären Gebäude blockieren eine städtebauliche Entwicklung des innerstädtischen Gebiets. Vor dem Hintergrund des großen Drucks auf den Wohnungsmarkt soll geprüft werden, welche Optionen für eine städtebauliche Neuordnung des landeseigenen Areals bestehen – Nachverdichtungsoptionen sind dabei im Zusammenspiel mit den Entwicklungsoptionen der vorhandenen Infrastrukturen zu betrachten.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde eine städtebauliche Rochade der bestehenden öffentlichen Infrastruktureinrichtungen erarbeitet, die eine zusammenhängende Fläche von 2.8 ha für die Entwicklung von Wohnungsbau in einer Größenordnung von rd. 500 WE generiert.

Schwerpunkt der Planung ist die Entwicklung eines Bürgerforums am Tempelhofer Damm: Mit dem Umzug der Bibliothek an das Rathaus wird das Konzept eines integrierten Bildungs- und Kulturbausteins entwickelt, indem neben der Bibliothek Angebote der VHS, der Musikschule sowie Aktivitäten aus dem Bereich der Kultur zusammengefasst werden sollen. Im Zusammenspiel mit der geplanten Rathauserweiterung sollen zwischen den verschiedenen Institutionen Synergien entwickelt werden, um einen urbanen, vielschichtigen Stadtraum für den Bezirk Tempelhof zu schaffen. Mit dieser Zentrierung von öffentlichen Angeboten am Tempelhofer Damm sollen neue Entwicklungsimpulse für den Bezirk gesetzt werden.

Das Leistungsspektrum innerhalb des komplexen Planungsverfahrens umfasste neben der Ersteinschätzung des Gebäudebestands die Konzeption für die städtebauliche Neuordnung des Areals, einschließlich differenzierter Freiraumplanung und Verkehrsplanung. Desweiteren wurden für die Rathauserweiterung und den Bildungs- und Kulturbaustein verschiedene Testentwürfe im Maßstab M 1:1000 erarbeitet und in einem diskursiven Verfahren mit den Auftraggebern entwickelt.
Neben den planerischen Aufgaben wurden umfangreiche Workshopverfahren mit den verschiedenen Projektbeteiligten entwickelt und durchgeführt. Des Weiteren wurden Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung unterstützt. Unterschiedliche Hochschulen wurden in das Konzeptfindungsverfahren eingebunden und koordiniert.
Auftraggeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Bezirksverwaltung Tempelhof Schöneberg / Abt. Stadtentwicklung und Bauen

Team Ralf Fleckenstein, Andreas Schwarz, Malte Bösche
Freiraumplanung Treibhaus Landschaftsarchitekten / Hamburg
Verkehrsplanung ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB / Hamburg
Erarbeitung VU Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG / Berlin
Ökologische Ersteinschätzung und Wassermanagement bgmr Landschaftsarchitekten GmbH / Berlin
Fotograf Luftbild Dirk Laubner, 2017
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