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Frohnauer Hammer

Wettbewerb 2016

Wettbewerb 2016

Der Frohnauer Hammer stellt ein wichtiges Zeugnis der vorindustriellen Produktionstechnologie im Erzgebirge dar. Mit dem über Wasserkraft betriebene Schmiedehammer wurden Werkzeuge für Landwirtschaft und Bergbau hergestellt. Aufgabe des Wettbewerbsverfahrens ist es, mit dem Neubau eines Besucherzentrums und der Neuordnung der verschiedenen musealen Bausteine des Areals einen attraktiven Museumsstandort zu entwickeln. Dabei sollen die Potentiale des technischen Denkmals Frohnauer Hammer genutzt werden, um die Kultur- und Technikgeschichte der Region anschaulich zu erzählen. Das Konzept sieht vor, den Baukörper des Besucherzentrums in die Topografie der Hanglage einzuschneiden und im Gebäude weiter zu führen. Der massive Sockel wird durch einen geneigten Dachkörper überspannt. Dabei wird das historische Motiv der ortstypischen großen, geneigten Dächer aufgegriffen und neu interpretiert. Im Zusammenspiel mit den Dächern des Herrenhauses und des Hammerwerks wird die Idee des Gebäudeensembles thematisiert. Die Glasfassade im Erdgeschoss orientiert das Besucherzentrum zum Hammerwerk, ein großzügiges Lichtband auf der Firstlinie des Dachs generiert einen lichtdurchfluteten Ausstellungsbereich.
Team Katharina Feldhusen, Ralf Fleckenstein, Matthias Hanzlik, Marko Hüsch
Landschaftsplaner Treibhaus Landschaftsarchitekten / Hamburg
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